Den Haushalt (wieder) in den Griff bekommen: HOT – HaushaltsOrganisationsTraining®

Viele Familien – vor allem, wenn sie in finanzieller Not leben – sind zeitweise mit einer Vielzahl an Problemen konfrontiert: Arbeitslosigkeit, beengte Wohnverhältnisse, Probleme mit der Erziehung der Kinder, Trennung und Scheidung, Krankheit, Schulden. Auch junge allein Erziehende und junge Familien in der Familiengründungsphase stehen nicht selten mehreren Problemlagen gleichzeitig gegenüber.

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Die Sorgen des Alltags überlasten diese Eltern, so dass sie häufig nicht mehr in der Lage sind, Sorge für ihre eigenen Kinder zu tragen. Die bloße Alltagsbewältigung verlangt ihnen ein Maß an Organisation und Kompetenzen ab, die sie in ihrer eigenen Kindheit und Jugend oftmals gar nicht erlernt haben. Kinder, die in solchen belasteten Familiensituationen aufwachsen, leiden darunter, dass ihre Eltern ihren elementaren Bedürfnisse nicht gerecht werden.

Das „HOT – HaushaltsOrganisationsTraining®“ vermittelt Kompetenzen in der Haushaltsführung und Alltagsbewältigung. Es werden neue Verhaltensmuster initiiert und begleitet sowie eigene Ressourcen der Familie mobilisiert. Das Training mit seinem alltagsbezogenen, praktischen Ansatz wird direkt in den Haushalten durchgeführt.

Je nach Bedarf kann es darum gehen,

  • den Alltag zu strukturieren und zu organisieren,
  • richtig einzukaufen,
  • auf eine gesunde Ernährung zu achten und Mahlzeiten zuzubereiten,
  • mit dem verfügbaren Geld auszukommen,
  • Wohnung, Kleider und Wäsche in Ordnung zu halten,
  • Säuglinge und Kinder angemessen zu versorgen und ihnen eine altersgemäße Tagesstruktur zu geben
  • sowie Angebote für eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung zu machen.

So können Lebenslagen von Familien verbessert, Versorgungsstrukturen für alle Familienmitglieder nachhaltig gesichert und damit die Lebensqualität der gesamten Familie zum Besseren entwickelt werden. Gerade bei jungen Familien entfaltet das alltagsnahe HOT eine vorbeugende Wirkung.

Die Kosten der Hilfe übernimmt in der Regel der Träger der Kinder- und Jugendhilfe. Für die Einsätze werden berufserfahrene Fachkräfte wie z.B. Familienpflegerinnen mit einer speziellen Zusatzausbildung eingesetzt.